Pressemeldungen

TV-Berichte, Zeitungsartikel, Internetberichte etc.

In dieser Rubrik sammeln wir die Presseberichte über das Tierheim Memmingen.

Wir danken den Verlagen für die Veröffentlichung und Zusendung der Berichte, die wir hier mit Quellenangabe einstellen.


Veröffentlichung unter www.all-in.de am 26.09.2011 -
Bericht zum Tag der offenen Tür im Tierheim Memmingen am 18.09.2011

20.09.2010 Memminger Zeitung: 304 Tiere warten auf neue Besitzer
Tierheim - Über 4000 Besucher beim Tag der offenen Tür - Flohmarkt und Zamperlschau


03.06.2010 TV-Allgäu-Nachrichten: Tierheim Memmingen vor dem Aus (Video)

31.05.2010 Memminger Zeitung: Wenn es so weiter geht müssen wir Ende September schließen

02.03.2010 Memminger Zeitung: Wir sind finanziell am Boden

09.01.2009 Memminger Zeitung: Das Tierheim ist finanziell am Boden

25.08.2008 Memminger Zeitung: Urlaub für Hunde Katzen und Meerschweinchen

... weitere folgen ...


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Video und Bericht zum Tag der offenen Tür am 18.09.2011
all-in.de am 26.09.2011

Herrchen gesucht! Nach den Sommerferien sind die Tierheime voll
„Hallo, mein Name ist Badget. Ich bin 16 Jahre alt und würde mich freuen, wenn Sie einem Senior wie mir eine Chance geben wollen.“ – diese „Kontaktanzeige“ steht auf einem kleinen Schild an den Gittern eines Hundezwingers. Viele weitere solcher Schilder stellen die abgegeben Tiere im Memminger Tierheim den möglichen neuen „Herrchen“ vor.
Viele Leute geben ihr Haustier zu den großen Ferien bei den Mitarbeitern des Tierheims in Memmingen ab, um ohne Stress in den ersehnten Urlaub fahren zu können. Noch immer werden, gerade zur Urlaubszeit, viele Haustiere an Autobahnparkplätzen zurückgelassen. Deshalb herrscht zu dieser Zeit Hochbetrieb. Manche kommen in die Tierheim-Pension, aber andere bleiben für immer.
 
Tag der offenen Tür war vielversprechend:

Wolfgang Courage ist Vorstand des Tierheims und somit verantwortlich für derzeit 122 Tiere. Der 65-Jährige veranstaltete mit seinen Mitarbeitern letztes Wochenende einen Tag der offenen Tür, um für die Tiere im Heim neue Interessenten zu finden. Trotz der schlechten Witterung war der Tag für ihn ein Erfolg: „Zwischen 1500 und 2000 Besucher waren da, obwohl wir stellenweise strömenden Regen hatten“, freut sich Courage.
 
Viele Interessierte haben sich an diesem Tag gefunden, die die Tiere gleich mit nach Hause nehmen wollten. Aber so schnell ist das nicht möglich. „Vor der Vermittlung fragen wir nach, in was für ein Umfeld die Katze oder in welche Familie der Hund kommen wird, “ erklärt Wolfgang Courage. Das Personal ist immer darin bestrebt, dafür zu sorgen, dass das Tier auch ,,dahin kommt, wo es auch gut untergebracht ist“, so Courage.
Die Mitarbeiter bleiben auch nach der Vermittlung in Kontakt mit der neuen Familie, um sicherzustellen, dass es dem Tier auch weiterhin gut geht. Dem Tierheim geht es nicht nur rein um den gewerblichen Zweck, also die Tiere schnell wieder zu vermitteln, sondern hauptsächlich darum, dass „das Umfeld für das Tier mit dem Menschen harmoniert“.
 
Wenn ein Tier gefunden wird, wandert es zunächst in die Quarantänestation des Heims und wird auf Krankheiten untersucht, um eine Übertragung auf die anderen Heimbewohner zu vermeiden.

Der Tierarzt und die Mitarbeiter kümmern sich gegebenfalls dann um die medizinische und psychologische Versorgung. Das Tier geht nach der Ankunft im Heim für 20 bis 30 Tage durch eine "Ermittlungsphase". Meldet sich der Besitzer in dieser Zeit nicht beim Tierheim, wird es zur Vermittlung freigegeben.

"Das Geld reicht nie"
Um das Tierheim zu erhalten, ist die Hauptaufgabe für Wolfgang Courage als Vorstand, die Finanzierung zu sichern. Bei einem jährlichen Aufwand von rund 190.000 € ist es für ihn ,,immer wieder eine Herausforderung“, genügend Mittel für Personal-, Futter- und Energiekosten zu beschaffen.

Die Gelder kommen aus der Tierpension, den Vermittlungen von Tieren und natürlich aus Spenden. Auch finanzielle Zuwendungen aus Nachlässen hat das Memminger Tierheim schon bekommen.

Außerdem erhält das Tierheim von einigen Gemeinden aus seinem Zuständigkeitsbereich eine Jahrespauschale von 25 Cent pro Einwohner. ,,Ein Ziel für mich als Vorstand ist es, alle unserer 33 Gemeinden dazu zu bringen, eine Pauschale von 50 Cent pro Einwohner im Jahr beizusteuern, denn unser Geld reicht nie.“

Jedes der 122 Augenpaare hat seine eigene – meist auch traurige – Geschichte zu erzählen. Doch mit der Hilfe der Mitarbeiter im Memminger Tierheim ist diese noch nicht zu Ende erzählt.

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Zeitungsartikel vom 10. August 2005 im Memminger Kurier

 

Ferienzeit - ein Fiasko für viele Tiere!
Über 500 Hunde, Katzen und Kleintiere landen jedes Jahr im Tierheim

 

Memmingen (sol): Wenn die Zweibeiner aufbrechen, um sich in südlicheren Gefilden zu erholen, beginnt für viele Vierbeiner die traumatischste Zeit ihres Lebens: Viele Tiere werden ausgesetzt, wenn ihre Versorgung zu Hause nicht möglich ist, Katzenklo, Hundenapf und Hamsterstall dem Strandparadies im Wege stehen.

 

“Vor allem Kleintiere sind vom Urlaubsbeginn betroffen, weil die Halter keine Lust haben, jemanden zu suchen, der sie versorgt”, erklärt Sonja Stotzka, stellvertretende Leiterin des Tierheims Memmingen. “Fast jeden zweiten Tag finden wir einen Hamster oder ein Meerschweinchen mitsamt Stall oder in eine Schachtel verpackt vor der Tür, wenn wir morgens unseren Dienst beginnen.”. Im Jahresdurchschnitt sind es etwa 200 Kleintiere, die pro Jahr hier landen. Doch auch für 150 Hunde und noch mehr Katzen ist jedes Jahr hier vorläufig Endstation. “Die Leute haben oft fadenscheinige Gründe. Sie kommen mit blumigen Umschreibungen dafür, dass sie eigentlich keine Lust mehr haben, sich um das Tier zu kümmern, dessen Versorgung ihnen auf Dauer zu aufwändig ist”, erklärt Stotzka. Die Vermittlung niedlicher Welpen sei einfach, bei erwachsenen, älteren Tieren dauere die Suche nach einem neuen Herr- oder Frauchen oft bedeutend länger.
Damit auch solche Tiere eine Chance haben, wird auch in den folgenden Kurier-Ausgaben ein Tier vorgestellt.

... an dieser Stelle sind wir noch dabei, Artikel aus der letzten Zeit einzustellen, die sich vor allem auch mit der Finanznot des Tierheimes Memmingen beschäftigen - doch in unserer Lage gab es hier noch Dringenderes in die Wege zu leiten. Hierfür bitten wir um Ihr Verständnis.

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Zeitungsartikel vom 23. Dezember 2003 im Memminger Kurier

Memminger MedienCentrum spendet für Tierheim

Das Memminger MedienCentrum (MMC) verzichtete wie im vergangenen Jahr darauf, Geschäftspartnern an Weihnachten Geschenke zu übermitteln. Den hierfür ansonsten vorgesehenen Betrag stiftete der MMC-Vorstand Theo Schuster an mehrere gemeinnützige Organisationen. In Memmingen wurde das Tierheim mit einer namhaften Spende bedacht, die Theo Schuster in Begleitung der Chefsekretärin Else Schulz an die Tierheimleiterin Marga Brader und Dr. Udo Zwick überreichte. Beide nahmen den Scheck dankbar entgegen, fallen im Tierheim doch täglich hohe Heizungs- und Futterkosten an. Im Tierheim, so Marga Brader, sind derzeit rund 135 Tiere, darunter 85 Katzen und 35 Hunde untergebracht. Das Tierheim, das in den vergangenen Jahren total saniert wurde, wird im Frühjahr um ein Kleintierhaus erweitert. (MK)

Zeitungsartikel vom 1. September 2003 in der Memminger Zeitung

Wenn das Haustier zum Hindernis wird

Ente, Vogel, Katze und Hund: Schon seit Jahren ist das Memminger Tierheim überfüllt... (biw).

Maggie, die Labrador-Schäfer-Mischlingshündin, erkrankte an einem Pilz am Kopf, weil sie ihr Besitzer nicht mehr pflegte. "Keiner konnte Maggie streicheln, obwohl sie sich so sehr danach sehnte", erinnert sich Michael Knoll, Tierpflege-Lehrling im Tierheim Memmingen. Maggies Besitzer hat sie wenigstens noch selber vorbeigebracht. Ein anderer dagegen stellte seine Häsin samt ihrer fünf Jungen einfach vor der Tür ab und verschwand. Jedes Tier hat im Heim am Vogelsbrunnen seinen Platz soweit das möglich ist. "Denn wir sind schon seit Jahren restlos überfüllt", sagt Leiterin Marga Brader. In den Tierheimen, wie beispielsweise im Ostallgäu oder in München, sind hauptsächlich Fundtiere die Klientel. Das hohe Touristenaufkommen dort bringe es laut Brader mit sich, dass vermehrt Tiere vor dem Urlaubsantritt ausgesetzt werden. "Kurz vor der Grenze bemerken die Besitzer beispielsweise, dass sie keinen Impfausweis für ihren Hund dabei haben und somit nicht ins Nachbarland einreisen dürfen." Einzige Möglichkeit den Waldi loszuwerden, sei ihn auszusetzen. In Memmingen dagegen habe man es mehr mit so genannten Abgabetieren zu tun. Sie stammten von Tierhaltern, die mit ihrem Tier nicht klarkämen, weil sie überfordert seien oder weil vielleicht eine Tierallergie auftrete. Auffällig sei, dass junge Leute, die eine gemeinsame Wohnung beziehen oder Scheidungspaare ihre Tiere oft im Heim abgäben. "Da wird der Vierbeiner nicht mehr gebraucht und bei uns abgestellt", sagt Brader. Quarantäne ist wichtig 25 Hunde sind derzeit in Memmingen untergebracht. Von den "Samtpfötchen" sind es 70. Auch Kater Fritz hat hier neuerdings sein vorläufiges Zuhause gefunden, weil ihn seine Menschenfamilie nicht mehr wollte. Vorerst muss Fritz allerdings drei Wochen in Quarantäne bleiben. Das versteht er nicht so recht und maunzt daher herzerweichend, weil er aus seinem Käfig will. "Quarantäne ist aber absolut wichtig, denn die Tiere werden entwurmt, geimpft, vom Tierarzt untersucht und je nach Alter kastriert", erklärt Brader. Nur so könne die Gefahr einer Ansteckung der anderen Tiere und eine weitere Vermehrung vermieden werden, ergänzt Tierpfleger Anton Martin. Noch immer etwas Platz Neben dem Quarantänehaus steht das Kleintierhaus. Dort sind Vögel, Hasen und Nagetiere untergebracht. "Doch auch hier kommen wir so gerade noch mit dem Platz aus", sagt Leiterin Brader. Aber immer bleibt noch Platz genug, um beispielsweise noch eine Taube aufzunehmen, die sich am Flügel verletzt hat. Einst Hochzeitsgeschenk zwei Enten schwimmen auf dem kleinen Teich im hinteren Teil des Geländes. Sie waren einst ein Hochzeitsgeschenk, das aber irgendwann lästig wurde. Selbst acht Hühner haben im Memminger Tierheim ein Zuhause gefunden. Auf ein neues Herrchen hofft Olli, der schwarze Schnauzer-Mischling. "Er ist schon seit zwei Jahren bei uns, aber bisher konnten wir ihn leider nicht vermitteln", erzählt Azubi Michael. Die Mitarbeiter im Memminger Tierheim vermitteln jährlich rund 120 Hunde und etwa 150 Katzen.


Zeitungsartikel vom  22. Juli 2003 in der Memminger Zeitung

 

"Tiere nicht im Auto lassen"

Fahrzeug-Innenraum kann bei Hitze zu tödlicher Falle werden... (mz).

 

Die Memminger Tierheim-Leiterin Marga Brader warnt davor, Tiere bei sommerlichen Temperaturen im Auto zurückzulassen. Ein aufgeheizter Fahrzeug-Innenraum könne zur "tödlichen Falle" werden. Viele Autobesitzer würden vergessen, dass die Sonne wandert, sagt die Tierheim-Leiterin. Ein im Schatten geparktes Auto könne nach kurzer Zeit bereits wieder der Hitze ausgesetzt sein. Schnell seien für die Tiere unerträgliche Temperaturen erreicht. "Die Folge sind Sauerstoffmangel, Übelkeit oder Kreislaufprobleme mit anschließendem Kreislaufversagen. Im schlimmsten Fall kann die Hitze zum qualvollen Tod des Tieres führen", erklärt Marga Brader. Das geöffnete Schiebedach oder das einen Spalt breit geöffnete Fenster sorge in keinem Fall für genügend Abkühlung. Auch im Käfig lebende Tiere dürften nicht schutzlos der Sonne ausgesetzt werden, fügt Brader hinzu. "Immer genug Wasser" Bei hohen Außentemperaturen müssten die Tiere immer genug Wasser bekommen. "Jedes Tier sollte die Möglichkeit haben, sich auf ein kühles, schattiges Plätzchen zurückziehen zu können." Bei heißem Wetter müsse der Halter besonders aufmerksam sein, um gleich reagieren zu können, wenn sich das Verhalten des Tieres verändert.


Zeitungsartikel vom  23. Januar 2003 in der Memminger Zeitung

 

Tierheim: Kein Platz für aggressive Kampfhunde

Halter können Vierbeiner von Experten überprüfen lassen... (gw).

 

Beim Tierschutzverein Memmingen finden Tests für Kampfhunde statt, bei denen Aggressivität und Nervenkostüm überprüft werden. "Wir werden unser Tierheim aber nicht zum Asyl für solche Hunde machen, die diesen Test nicht bestehen", betont Leiterin Marga Brader. Tiere, die unter die Kampfhunde-Verordnung fallen, dürfen nur dann privat und mit Zustimmung der jeweiligen Gemeinde gehalten werden, wenn sie eine Wesensüberprüfung bestanden hätten und ein vereidigter Sachverständiger eine Unbedenklichkeits-Bescheinigung ausgestellt habe, berichtet Brader. Tiere, die diese nicht erhalten, könnten im Heim keine Bleibe finden, weil sie die Zwinger auf unbestimmte Zeit für Findlings- und andere Hunde blockieren würden. Dazu komme, dass das Personal nicht für den Umgang mit solchen Hunden geschult sei: "Es ist bekanntlich so, dass aggressive Hunde, die in Zwingern gehalten werden und keinen Auslauf bekommen, noch gefährlicher werden", so Brader. Deshalb sei der Gesetzgeber selber für die Unterbringung belasteter Kampfhunde verantwortlich. Manfred Wirrer ist Besitzer eines Rottweilers, einer Rasse, die in der Kategorie zwei der etwas weniger gefährlichen Kampfhunde zu finden ist. Als Vorstandsmitglied des Tierschutzvereins ist er dabei, den Wesenstest zu organisieren, den ein Fachmann durchführt. Der Test findet am Samstag, 29. März, und am Samstag, 5. April, im Tierheim am Vogelsbrunnen statt. Der angemeldete Hund muss haftpflichtversichert und tätowiert sein oder über einen implantierten Erkennungs-Chip verfügen. "Wenn die beiden letzteren Voraussetzungen nicht erfüllt sind, steht eine Tierärztin bereit, die am Tage der Prüfung einen Chip einsetzt", so Wirrer. Bei der Prüfung müsse der Hund zum Beispiel unter Beweis stellen, dass er gehorsam sei, gegenüber Artgenossen und Menschen keine erhöhte Aggression zeige und dass er ein gutes Nervenkostüm habe, wenn er zum Beispiel durch Geräusche erschreckt werde. Wegen der intensiven Überprüfung nehme der Sachverständige nur vier Hunde an einem Tag ab, so Wirrer. Falls Bedarf bestehe, werde er deshalb weitere Termine anberaumen. Die Kosten, einschließlich schriftlichem Gutachten, würden sich auf maximal 200 Euro belaufen. Danach könne bei der jeweiligen Gemeinde die Erlaubnis für die Haltung des Hundes beantragt werden. Zu den Kampfhunderassen gehören laut bayerischer Verordnung in der Kategorie 1: American Staffordshire Terrier, Bandog, Pit-Bull, Staffordshire Bullterrier und Tosa-Inu. In die Kategorie 2 sind eingestuft: Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Bullterrier, Cane Corso, Dogo Argentino, Dogue Bordeaux (Bordeauxdogge), Fila Brasileiro, Mastiff, Mastino Espaniol, Mastino Napoletano, Perro de Presa Canario (Dogo Canario), Perro de Presa Mallorquin, Rottweiler und Cangal. Auch alle Mischlinge aus diesen Rassen zählen zur Kategorie der Kampfhunde. Kampfhund-Besitzer können ihre Tiere zu dem Test unter (08331) 4362 oder im direkt im Tierheim (08331/81076) anmelden.


Zeitungsartikel vom 2. Dezember 2002 in der Memminger Zeitung

 

Erst auf dem Wunschzettel, dann abgeschoben

 

Tierheim-Chefin warnt: Nachdenken, bevor Haustiere zum Weihnachtsgeschenk werden... (az/gw)

Hund, Katze oder Meerschweinchen sie stehen auf dem Wunschzettel vieler Kinder zu Weihnachten ganz oben. Alle Jahre wieder finden sich deshalb viele Haustiere unterm Christbaum. Und alle Jahre wieder ist die Begeisterung über die neuen Mitbewohner schon verflogen, kaum dass die Kugeln vom Christbaum genommen sind. "Anscheinend machen sich die Menschen heute mehr Gedanken über die Folgen, wenn sie sich ein Tier anschaffen, als früher. Vor 20 Jahren hatten wir nach Weihnachten die Boxen und Käfige voll von Tieren, die man nicht mehr haben wollte. Heute spüren wir davon kaum noch etwas", sagt Marga Brader, die Leiterin des Memminger Tierheims. Ein lebendes Tier unter einem Tannenbaum könne nie gut sein. Zu der Anschaffung müsse sich die ganze Familie entschließen. Nur einem Kinderwunsch zu entsprechen sei der falsche Weg. Zunächst einmal müsse geklärt sein, ob der notwendige Platz für das Tier vorhanden sei, damit eine artgerechte Haltung möglich werde. Dann müsse bedacht werden, dass das Tier im Krankheitsfall und während des Urlaubs versorgt werden muss. "Wenn all das gewährleistet ist, sollte man sich zunächst einmal Lektüre über die Tierart beschaffen, die man sich zulegen will, damit man auch über eine gewisse Sachkenntnis verfügt", sagt Marga Brader, die seit vielen Jahren den Umgang mit Vierfüßern und Geflügelten gewohnt ist. "Für den Fall, dass die ganze Familie sich für eine Anschaffung entschieden hat und die Verantwortlichkeit geklärt ist, sollte man an Weihnachten nur einen Gutschein oder ein anderes symbolisches Geschenk unter den Christbaum legen", sagt die Tierschützerin. Der Weihnachtstrubel sei für ein Tier, zumal es sich in fremder, ungewohnter Umgebung befinde, nur schädlich. Das gleiche gelte für den Jahreswechsel. "Am besten ist es, wenn man die Zeit zwischen den Feiertagen nutzt, um bei uns im Tierheim oder bei einem zuverlässigen Züchter vorbeizuschauen, wo man sich möglicherweise schon einen Hund, eine Katze oder einen Vogel aussuchen kann. Nach dem Jahreswechsel können sich dann Mensch und Tier in ruhiger Atmosphäre aneinander gewöhnen", so Marga Brader. Auf keinen Fall sollte man aber ein Tier als Überraschungsgeschenk für eine andere Familie kaufen: "Da gibt es keine Vorbereitung und ein schlechtes Ende ist vorprogrammiert."

 


Zeitungsartikel vom 25. September 2002 in der Memminger Zeitung

Tierheim hat Geburtstag gefeiert

Empfang für geladene Gäste und "Tag der offenen Tür" - Auszeichnung verliehen... (kth).

95 Jahre Tierschutzverein Memmingen und 30 Jahre Tierheim am Vogelsbrunnen, waren Anlass für ein Wochenende als "Tag der offenen Tür", an dem sich viele Tierfreunde die Klinke in die Hand gaben, um die neu gestaltete und umgebaute Einrichtung zu besichtigen. Vorausgegangen war ein offizieller Empfang für geladene Gäste, unter ihnen auch die Bürgermeister der Umlandgemeinden. Der Zamperl als Orden, in Form einer Porzellanfigur, an den Vereinsvorsitzenden Dr. Udo Zwick vom Vizepräsidenten des Deutschen Tierschutzbunds Heinz Kourim überreicht und der Zamperl für Hella Ewald dokumentierten die hohe Bedeutung des Ehrenamtes in diesem Bereich. Zwick ist 15 Jahre im Amt, Ewald unterstützt seit über 40 Jahren die Durchführung von Veranstaltungen, so die Kurzlaudatio. In seinem Grußwort betonte Memmingens Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger die Unverzichtbarkeit der Einrichtung und würdigte im Besonderen den vorbildlichen Einsatz von Zwick und Marga Brader, der Tierheimleiterin und stellvertretenden Vorsitzenden. Letztere habe zusammen mit ihrem Mann Hermann das Heim zu dem entwickelt, was es heute darstelle, nämlich ein vortreffliches und schönes Tierheim, das deutschlandweit seinesgleichen suche, so Kourim. Seit zwei Jahren baue man um, schilderte Brader die vornehmlichen Aktivitäten der jüngsten Vergangenheit. Erneuerung der "Hundeabteilung", Erweiterung des Außenbereiches, Hundebad, zweite Quarantäne, Photovoltaikanlage und nächstes Jahr der Neubau eines Kleintierhauses lautet in Stichworten der Umfang der baulichen Maßnahmen. Man sei ständig voll besetzt, allein dies bedinge die Notwendigkeit der Umbauarbeiten, so Marga Brader. Dr. Udo Zwick beschrieb in seiner Begrüßung die wechselhafte Geschichte des Vereins und des Tierheims, dessen Anfänge in einer Memminger Privatwohnung zu suchen seien und dessen Geschichte sich dann in einem ausrangierten Bauwagen fortsetzte. Die Grußworte von Kourim und dem Vizepräsidenten des Landesverbandes Heinz Krämer machten die Bedeutung des Tierschutzes offenbar.

 
 
Stand 26.09.2011