Der arme Yorkshire Terrier Dori

05.05.2020

Hey mein Name ist Dori, ich bin vermutlich ein Yorkshire Terrier und eigentlich weiß ich nicht wie ich heiße oder woher ich komme.

 

Meine Geschichte hier im Tierheim fing so an:

Zwei junge Leute waren in einem Ort südlich von Memmingen in einem Wald spazieren als sie mich in einem kleinen Moor sitzen sahen. Die beiden Leute beschlossen gleich mir zu helfen. Sie zogen mich aus dem Dreck raus und stellten mich erst mal in einen klaren Bach um den vielen Schlamm los zu werden der sich an meinem Körper befand. Ich fror schrecklich, zitterte und hatte große Angst, was mit mir geschehen würde. Die jungen Leute riefen sofort im Tierheim an und fuhren mich dort hin. Im Tierheim erkannte man sofort meine große Not und meine nächste Fahrt begann: es ging zum Tierarzt. Dort angekommen waren die Arzthelferinnen und die Ärztin ernsthaft erschrocken über meinen grauenhaften Zustand. Die Tierärzte rätselten, ob in meinem Körper überhaupt noch Knochen waren oder wo meine Augen sein sollen. Mein Fell war so verfilzt, das meine Augen verschwunden waren und ich nichts mehr gesehen habe. Nach dem Röntgen wurde festgestellt, dass soweit der Knochenbau in Ordnung war. Es war nun Aufgabe meiner neuen Pflegerinnen und Pfleger mich aus meinem haarigen Gefängnis zu befreien. Es war nicht gerade leicht mich zu scheren.

Als erstes wurde mir an meinem Kopf den Filz entfernt damit ich was sehen konnte. Auch meine Ohren wurden frei geschnitten. Es wurde sichtbar, dass meine Ohren innen pechschwarz waren: ich hatte einen starken Befall von Ohrmilben. Als nächstes war mein Schwänzchen dran. Ich hätte ja gern gewedelt um zu zeigen, dass es mich freute, dass mir endlich jemand hilft aber das wie Stein gewordene Fell hinderte mich wedeln. Die beiden Pfleger suchten das Ende meines Schwanzes und konnten gut 10 cm Fell abschneiden bis sie fündig wurden. Ich war nach diesen ganzen Erlebnissen so gestresst und erledigt, dass meine Pfleger eine Pause einlegen mussten, mich in mein neues Bett setzten damit ich mich von den Strapazen erholen konnte.

Weitere Beratungen der Tierpfleger hatten zum Ergebnis, dass mir nur in sediertem Zustand stressfrei zu einer neuen Frisur verholfen werden konnte. Beim Scheren kam noch Schlimmeres raus als bereits vermutet wurde, denn einer meiner Ballen am hinteren Fuß war so aufgescheuert, dass eine starke Blutung einsetzte. Die Diagnose lautete: mein Sprunggelenk ist verletzt und mir wurde einen Schiene angepasst. Aber das Schlimmste kam noch! Zwei Vorderzehen an der rechten Pfote waren schon verfault und hingen nur noch an paar Fäden meiner Haut, die Zehen mussten abgenommen werden.

Das waren heftige Gesundheitsmaßnahmen aber jetzt geht es mir schon viel besser. Ich kämpfe zwar mit meiner Schiene aber sonst freue ich mich auf jede Streicheleinheit. Die Frage ist nun, wo komme ich her? Wer war der grausame Mensch der mich lange Zeit vernachlässigt und gequält hat? Ich habe zwar einen Chip aber der ist aus Ungarn und bisher ist noch nicht nachvollziehbar, woher ich genau stamme.

Und jetzt ein paar dringende Fragen an euch:

Habt ihr mich schon mal gesehen?

Weiß jemand wer ich bin?

Kann sich jemand daran erinnern woher ich  komme?

Wenn ihr mit helfen könnt würde mir das ein großes Stück helfen und Lebensqualität zurück bringen, danke.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Der arme Yorkshire Terrier Dori

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Der arme Yorkshire Terrier Dori (05.05.2020)

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